Es gibt verschiedene Gründe, aus denen man eine Psychotherapie oder Beratung in Betracht ziehen mag: eine akute Krise, eine altbekannte Problematik, oder eine schleichende Erosion des Lebensgefühls. Damit im Zusammenhang stehen oft quälende Gefühle wie Angst, Unruhe und Beklommenheit, von Halt-, Mut-, oder Sinnlosigkeit, von Verfehlt- oder Zerfallenheit mit dem eigene Leben — kurz: um ein mehr oder minder diffuses Unglücklichsein. Oft gehen solche einschneidenden Momente oder Lebensphasen mit einem Verlust von Klarheit und Orientierungssinn einher. Psychotherapie und Beratung wie ich sie anbiete bieteen eine sowohl unterstützende als auch herausfordernde Begleitung in der ernsthaften Auseinandersetzung mit sich selbst und der eigenen persönlichen Situation.
Zielgruppen und Settings. Ich arbeite mit Erwachsenen und Jugendlichen in Einzel-, Paar- und Gruppen-Settings. Genaueres zu den Settings findet sich unten.
Beratung oder Therapie. In der Praxis ist eine klare Trennung dieser unterschiedlichen Verfahrensweisen oft nicht sinnvoll, da der Übergang zwischen ihnen nahtlos ist. Vielmehr handelt es sich hauptsächlich um einen Unterschied der Akzentuierung und Gewichtung Beratung ist von Anfang an mehr Lösungsorientiert, während sich in der Therapie mehr Zeit für das Problem selbst genommen wird (z.B. seinen Ursprung, seinen Sinn, und wie es sich in verschiedenen Lebensbereichen zeigen mag). Diese zweite Herangehensweise mag unserer Effizienz-orientierten Denkensweise verzichtbar vorkommen, während jene punktuell gute Resultate erbringen kann. Für die reifende Überwindung von existentiellem Unglücklichseins, von Im-Widerspruch-Stehen mit sich selbst und mit der Welt ist eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichtlichkeit und Seinsweise aber letztlich unerlässlich. (Genaueres über den Unterschied zwischen Beratung oder Therapie kann hier [auf englisch] nachgelesen werden.)
Persönlich oder online. Das Miteinandersein in ein und demselben Raum ist immer noch die beste Weise, Therapie oder Beratung durchzuführen. Allerdings ermöglichen heute ja allzeit und allerorts zur Verfügung stehende Video-Schaltungen menschliche Begegnung hinreichend gut, und das sogar über große Entfernung. Zu achten ist dabei jedoch darauf, dass, abgesehen von verlässlicher Technik, auch ein geeigneter Raum zur Durchführung vorhanden ist.
Vierfacher Vater, Jahrgang '72, aus Hamburg. Seit 2000 lebe ich in Portugal.
Ich habe erst später im Leben zu meinem Beruf gefunden. Mitte dreißig begann ich die Ausbildung zum klinischen Psychologen. Ich wollte in den Fußstapfen meiner Mutter folgen und Verhaltenstherapeut werden. Jedoch musste ich mich wegen sozusagen unüberbrückbare Differenzen mit dieser Therapieschule bezüglich ihres inhärenten Menschenbildes noch einmal umorientieren. Ich traf nach einigem Suchen schließlich auf die Gestalttherapie, mit der es für mich dann “funkte”. Zuerst war es sicher die beeindruckende “Zutatenliste” der Gestalttherapie, die mich für sie einnahm: die wilde und einzigartige Mischung faszinierender Quellen und Einflüsse, auf denen sie basiert. Dann waren es aber auch die Gründerpersönlichkeiten selbst, mit denen ich resonierte: der eklektische Freigeist Fritz Perls’, die scharfsinnige Gegenkultur Paul Goodmans, und der warmherzige Existentialismus Lore Perls’.
Heute bildet Gestalt gleichsam den Hintergrund meiner therapeutischen Arbeit, während andere, komplementäre Ansätze zunehmend im Vordergrund stehen: zu allererst die lebensbejahende existentialistische Perspektive, die ich besonders der Personalen Psychotherapie Johanna Herzog-Dürcks zu verdanken habe; dann das bodenständige und doch erhebende Menschenbild wie es ursprünglich aus der Individualpsychologie Alfred Adlers hervorgeht; und nicht zuletzt die geradezu bewusstseinserweiternde philosophische Anthropologie der Neuen Phänomenologie Hermann Schmitz’.
Zusammengenommen würde ich meine heutige therapeutische Haltung charakterisieren als:
Das Ziel des therapeutischen Unterfangens ist dabei letztlich, dem Menschen zu helfen, mit sich selbst und seinen Belangen in Kontakt zu kommen — sich auf sein Sichfinden in seiner Umgebung zu besinnen, wie Schmitz es ausdrückt —, auf dass er sich selber und seine Ziele, seine Möglichkeiten, aber auch seine Beschränkungen erkenne, und ihn somit auf seinen Weg zu sich und vielleicht über sich hinaus zu bringen.
Bei Fragen und zwecks Terminabmachung, kontaktieren Sie mich bitte telefonisch oder per Nachricht unter +351 934 414 733, oder schreiben Sie mir an contact@sebastianwinkler.pt.